Mittwoch, 31. August 2016

Burkiniverbot am Strand und im Freibad? Auf jeden Fall!

Wir wollen unsere Rechte nicht an vermeintlich religiöse Ideologien verlieren!


Am 30.8. schrieb Frau Elisabeth Zoll einen Leitartikel in der Südwestpresse, in welchem sie eine Bresche schlug für das Tragen des Burkinis an Stränden und in Freibädern, weil sie der Meinung ist WIR würden diese Frauen ausgrenzen, wenn wir uns gegen dieses in meinen Augen abstruses Kleidungsstück verwehren.
Nicht WIR grenzen diese Frauen aus! Deren sinnloses Religionsverständnis, sie selbst und deren Macho-Männer erledigen das ganz alleine.


 Hier nachzulesen:
http://www.swp.de/ulm/nachrichten/politik/Leitartikel-zur-Burkini-Debatte;art1222886,3984499
Eine Leserbrief zu diesem Leitartikel begeistert auch andere Leser!
Liebe Frau Zoll,
habe heute Morgen mit Entsetzen Ihren Leitartikel zur Burkini-Debatte gelesen. Erst anschließend las ich, dass dieser Artikel von einer Frau mittleren Alters verfasst wurde. Da hat es mir doch die Sprache verschlagen, und das kommt nicht so schnell vor. Es ärgert mich immer besonders, wenn ich merke, dass sogar Frauen dieses Alters scheinbar vergessen haben, mit welchen rigiden Methoden Mädchen in den 50er und 60er Jahren erzogen wurden, nicht nur zu Hause, auch in der Schule. Ja die gesamte Gesellschaft war dermaßen verklemmt und meinte veraltete Sitten und Gebräuche aufrecht erhalten zu müssen, in dem sie Kleidungsstücke wie Minirock und Bikini verhindern wollten. Nicht, dass Sie mich falsch verstehn! Ich bin auf jeden Fall der Meinung, dass MANN Frauen nicht vorschreiben soll, was sie anziehen. ABER, genau darum geht es doch. Merken Sie denn nicht, dass nicht WIR es sind, die Frauen in Burkini und Tschador oder anderen Verstoffungen ausgrenzen! Diese Frauen werden durch vermeintlich religiöse Vorschriften, die in Wahrheit jedoch absolut nichts mit Religion zu tun haben, von uns abgegrenzt und zwar von ihren männlichen Verwandten. Neuerdings werden Nachbarn und Arbeitskollegen von türkischen Männern, die hier aufgewachsen sind, unter Druck gesetzt ihre Frauen unter Tücher zu zwingen. Islamverbände üben Macht und Druck auf ihre Landsleute aus ihre Frauen unter Druck zu setzen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass junge Mädchen bereits im Kindesalter sich freiwillig solchen Torturen aussetzen. Ich selbst habe letzten Sommer bei 40Grad im Schatten auf einem Flohmarkt aus Versehen ein Mädchen von ca. 10 Jahren gefragt ob es denn nicht schwitze. Da ist der Vater wie von der Tarantel gestochen auf mich los und hat mich dermaßen beleidigt und beschimpft, dass die Umstehenden Angst hatten dieser würde mich gleich körperlich attackieren und sich zu meinem Schutz um mich gruppierten. Glauben Sie nicht auch, dass man solchen Kindern helfen könnte, indem man ganz einfach jede Art von Frauenverschleierung verbietet, oder meinen Sie, dass es für diese Frauen angenehm ist bei Hitze oder in geschlossenen, beheizten Räumen mit Bergen von Stoff umhangen zu sein. Kein Mensch würde sie zwingen ärmellos oder in kurzen Hosen einkaufen zu gehen, aber Nacken und Haare und vor allem das Gesicht dürfen Frauen getrost offen zeigen wie ihre Männer auch. Burkini und Kopftuch dienen lediglich dazu sich von deutschen Frauen abzugrenzen und als moralisch überlegen zu gebärden. Dieses: "Sieh her, ich bin eine anständige Frau, im Gegensatz zu Dir!" Das hatten wir lange überwunden. Nun kommt solcher Männlichkeitswahn, der nur im Sinn hat Frauen zu unterjochen aus dem Mittelalter zurück.Sorry, ich will aber keine Mittelaterstrukturen um mich haben beim Einkaufen, in der Schule, bei Gericht und auch nicht am Strand. Gerade dort nicht, weil frau sich da wieder fühlen muss wie als Teenager, als man am Minirock zupfte, wenn einem der Pfarrer über den Weg lief. Nein Danke!

Ich frage mich hat diese Frau noch alle Tassen im Schrank? Wenn wir Frauenverhüllungen akzeptieren, nur weil wir uns für tolerant halten wollen, schaden wir diesen Frauen durch eine indirekte Unterstützung des antifemnistischen Verhaltens von Macho-Typen,  die unsere freiheitliche und gleichberechtigte Kultur nicht nur nicht respektieren sonder sogar bekämpfen.

Ich will solche verhüllten Lehrerinnen nicht als Vorbild für unsere Kinder!!


Womöglich wollen sich Frauen wie Frau Zoll  selbst von muslimisch brav-verhüllten Frauen abgrenzen, weil sie sich dadurch erhaben, weil Männern ebenbürtig, besser fühlen können.  In Wahrheit sind Menschen, die angeblich religiöse Verhüllungen von Frauen hinnehmen, es geht ja immer nur um Frauen, in ihrer unermesslichen Gutherzigkeit nicht nur dulden sondern fördern, vollkommen gleichgültig gegenüber dem Leiden dieser Frauen. Denn bei Gluthitze und in geschlossenen, beheizten Räumen mit Bergen von Tüchern auf dem Kopf muss man schon sehr leidensfähig sein. Wir müssen nicht jeden vermeintlich religiösen Unsinn erlauben, bloß weil es Leute wie Mazyek gibt, die ihren eigenen Landsleuten einreden, dieser Quatsch habe irgendetwas mit Religion zu tun.

Was tun wir beispielsweise, wenn "Zeugen Jehovas" ihrem Kind eine notwendige Operation verweigern, weil ihr "Glaube" dies angeblich fordert? Wir lassen das Kind natürlich nicht sterben, nur weil die Eltern nicht klar denken können. Wir setzen das Erziehungsrecht aus bis das Kind wieder gesund ist. Man hat schon davon gehört, dass dies den Eltern sogar sehr recht ist, weil nämlich das Kind überlebt ohne dass sie sich vor ihren "Glaubensgenossen" rechtfertigen müssten.

Es gibt eben gute Gründe die pseudo-religiösen Wünsche von Eltern zu ignorieren.
Im Falle des armen Mädchens aus Hildesheim frage ich mich obendrein, was der Vater überhaupt in Deutschland will!? Er wusste doch ganz genau, dass er in ein NICHT-ISLAMISCHES Land einwandert. Warum verlangt er, dass wir unser Land seinen Wünschen anpassen? Das geht auf gar keinen Fall. Ich habe dieses Land hier mit geprägt und gefördert und ich will keinen Religionsstaat haben!! Bei uns steht die Verfassung über allem, wer das nicht akzeptiert, soll dort hin gehen, wo man ihm seine unverschämten Wünsche erfüllt!

Ich verstehe auch gar nicht, weshalb in derselben Zeitung an einem Tag zu lesen ist, woher die Erfindung des sog. Nikab(Gesichtsvetrschleierung) stammt, was eindeutig beweist, dass dieser absolut nichts mit Religion zu tun hat, und am anderen Tag eine Frau einen derartigen Blödsinn ausgerechnet in einem Leitartikel schreiben darf. Da kann man doch die ganze Zeitung nicht ernst nehmen.

Muslimischer Mann locker kurzärmelig, seine Frau züchtig verhüllt und das in sommerlicher Hitze!Was soll das für ein belkoppter Gott sein, der sowas verlangt? Nein! Die Männer wollen ihre Frauen unter Kontrolle halten!


Muslime in Deutschland fordern jeden Tag mehr. Erst muss es das Kopftuch sein, dann der Tschador, dann mit Nikab, dann der Burkini. Bald werden sie reine Mädchenschulen fordern, in denen nur muslimische Frauen mit Kopftuch unterrichten dürfen. In Hildesheim will ein verblendeter Marokkaner seine Tochter nicht mal im Burkini am Schulschwimmen teilnehmen lassen, weil im selben Bad auch Buben in Badehosen anzutreffen sind. Dazu wollen sich die Eltern in den Inhalt von Deutschbüchern einmischen. Bin mal gespannt, wann es extra abgezäunte Strände einzig für muslimische Frauen an der Nordsee gibt und wann mit Steuergeldern extra Mädchenschulen für Muslime errichtet werden!!!

Haben wir uns in der Nachkriegszeit nicht mal auf die Fahnen geschrieben:
 "Gleiches Recht für alle! Für Arme für Reiche, für Männer und Frauen!"  

Religion sollte bei uns nebensächlich sein! Wer meint glauben zu müssen, soll glauben, was er will, aber die anderen damit in Ruhe lassen. Gleiche Schulbildung für alle, Freiheit für alle!! Was, bitte, hat ein Burkini mit Freiheit zu tun?  
Wir schenken muslimischen Frauen Freiheit, indem wir die Forderungen ihrer beschränkten Männer nicht erfüllen. Religion wird vorgeschoben, weil die wissen, dass bei uns Leute wie Frau Zoll glauben, sie seien tolerant, weil sie diese Frechheit nicht durchschauen.

Wir dürfen von unserem Grundgedanken der Gleichheit keinen Millimeter abweichen. 

http://wort-woche.blogspot.de/2016/08/verbot-von-verschleirung-ja-bitte.html 

http://wort-woche.blogspot.de/2016/07/verscharfung-des-sexualstrafrechts-nein.html 

http://wort-woche.blogspot.de/2016/05/muezzin-in-deutschland.html 

http://wort-woche.blogspot.de/2016/04/bohmermann-contra-erdogan.html 

http://www.hildesheimer-allgemeine.de/burkini.html 

http://www.hildesheimer-allgemeine.de/burkinazusatz.html 

http://www.tichyseinblick.de/meinungen/burka-burkini-co-ausgrenzen-statt-verbieten/ 

http://www.heute.at/news/oesterreich/noe/Burkini-Verbot-in-noe-Schwimmbad;art23654,1307911 

http://vera-lengsfeld.de/2016/09/12/hass-hetze-und-rufmord-an-der-schaubuehne-gabriele-kuby-wehrt-sich/#more-471 
 

Kommentare:

Cass hat gesagt…

Kopftücher sind nicht per se islamisch. Es gibt genauso jüdische und christliche Frauen, die Tücher tragen, um ihre Haare zu verhüllen.

Siehe hier:

https://en.wikipedia.org/wiki/Tichel

art-und-wort hat gesagt…

Natürlich gibt es auch jüdische Frauen, die aus religiösen Gründen gezwungen werden ihre Haare zu verhüllen, weil sie ihre Reize (Haare) fremden Männern nicht zeigen dürfen. Auch diese Art des Zwanges von Männern über Frauen lehne ich ab. Natürlich gab und gibt es auch christliche oder religionslose Frauen, die ein Kopftuch trugen. Wer aber gewillt ist genauer hinzuschauen, wird bemerken, dass dieses erstens so gebunden ist, dass durchaus noch Haare oder Nacken zu sehen sein dürfen, weil auch der Sinn und Zweck im Gegensatz zu einem "religiösen" Tuch ein vollkommen anderer ist. Bei diesen dient das Tuch als Schutz vor Schmutz, Sonne oder Regen, oder schlicht als Accessoire. Diese Trägerinnen dürfen das Tuch nach eigenem Gutdünken auch abnehemen und sie würden es auch nie in geschlossenen Räumen tragen nur damit ein "triebhafter" Mann sich nicht an ihr aufgeilen kann. Zudem sind Kopftücher bei Frauen als Modeartikel nicht mehr in und werden so auch nicht mehr getragen.
Das islamische Kopftuch verbirgt nicht nur das Haar sondern auch den Nacken, weil in dieser Pseudo-Religion Frauen mindere Wesen sind, die das alleinige Besitztum eines Mannes sind, der seinen Besitz nicht zeigen will. Wobei es nicht mal im Koran gefordert wird, aber die meisten Muslime kennen ihr heiliges Buch gar nicht, da sie es in arabischer Sprache, die die meisten Muslime nicht beherrschen, lediglich auswendig lernen ohne zu verstehen, geschweige denn hinterfragen, da das Nachdenken über religiöse Grundsätze im Islam verboten ist. Das zwanghafte Verhüllen allein weiblicher Körperteile auch bei größter Hitze ist antifeministisch und menschenverachtend, auch wenn manche Frauen dieser Kultur das nicht verstehen wollen oder können. Es gibt auch Konvertitinnen wie Khola Mariam Hübsch, bei denen diese Maskerade als Provokation zur Aufmerksamkeitserheischung und somit zu monitären Vorteilen genutzt wird. Man kann hierbei nicht mit religiösen Vorschriften argumentieren, da diese nicht gegeben sind! Man kann diese Vorschrift nur kulturell betrachten, die Männer Frauen aufoktruieren, und die lehne ich strikt ab, da Frauen in Deutschland jahrzehntelang für Gleichberechtigung durch Gleichwertigkeit in unserer Gesellschaft gekämpft haben und ich diese Herabwürdigung in meinem Land nicht erleben will. Wie Araber Frauen in ihren eigenen Ländern behandeln ist sehr traurig. Ich kann das aber nicht ändern. Nur hier in Deutschland darf das nicht einreißen. Wer das nicht verstehen will, möge gern seine Heimat in Ländern suchen, wo Frauen weiterhin verachtet werden, wenn er das gut findet.

Auch das Argument Nonnen trügen schließlich ebenso einen Kopfschleier kann ich nicht gelten lassen. Dieses ist als Berufsbekleidung von einzelnen Frauen, die meist in einem Kloster leben, zu bezeichnen. Nonnen sind katholisch, aber nicht alle katholischen Frauen müssen zwangsweise dieselbe Kleidung tragen, nur weil sie katholische Frauen sind. Das ist der Punkt. Nach Ansicht konservativer (oder unwissender) Muslime, häufig in bestimmten, heißen Ländern müssen alle Frauen in unwürdigen, schwarzen Zelten durch die Gegend laufen, nur weil sie mit dem falschen Geschlecht zur Welt gekommen sind. Das ist pervers und nicht religiös. Religion ist eine schlechte Philosophie, die sollte sich im Kopf und nicht auf dem Kopf abspielen und schon gar nicht an den Geschlechtsteilen von Kindern, an welchen diese Unmenschen auch gerne herumschnippeln.

Cass hat gesagt…

Kopftücher können durchaus auch als modisches Accessoire getragen werden - und selbst "religiöse Kopftücher" können hübsch aussehen (tun sie bei vielen orthodox-jüdischen Frauen auch). In Israel und den USA gibt es eine ganze Industrie, die sich auf die Produktion "sittsamer UND modischer" Kleidung für orthodoxe jüdische Frauen spezialisiert hat. Einfach bei Google die Suchbegriffe "Jewish tichel" oder "Jewish headscarves" eingeben, und es werden zahlreiche Fotos dazu angezeigt.

art-und-wort hat gesagt…

Wie Sie selbst sagten, "können" Tücher auch als modisches Accessoire getragen werden. Das hatte ich bereits angesprochen. Das werden diese aber heutzutage nicht mehr. Religiöse Betuchung von Frauen halte ich grundsätzlich nicht für "hübsch", weil eben, wie gesagt, eine frauenfeindliche Gesinnung dahinter steckt, im übrigen nicht nur in der muslimischen sondern auch in der orthodoxen, jüdischen Gesellschaft. Vermutlich wissen Sie nicht, welchen Repressalien Frauen weltweit ausgesetzt sind. Äußere Zeichen dafür sind immer auch sog. "religiöse Kleidungsstücke". Aus diesem Grund sind diese abzulehnen, wodurch zwar die Lage dieser Frauen nicht augenblicklich verbessert wird, aber es ist der Anfang vom Ende der Unterdrückung. Das wissen die Männer dieser Gesellschaften genau. Deswegen sind sie auch so rigoros für deren Einhaltung. Das Märchen der Befreiung der Frau durch Verhüllung ist ein Nonsens. Man könnte genauso gut behaupten. "Unterdrückung ist Befreiung"! Lesen Sie hierzu auch bitte:
http://www.annabelle.ch/liebe/partnerschaft/j%C3%BCdisch-orthodox-unter-haube-18238

art-und-wort hat gesagt…

Nur noch ein kurzer Kommentar zu Herrn oder Frau "Cass", dessen letzten Kommentar ich nicht mehr veröffentliche. Glauben Sie mir: "Ich weiß schon von Berufs wegen, wie "bunt" die Welt ist. Es ist vollkommen gleich, ob man die Bestrebungen Frauen zu unterdrücken orthodox, ultra-Orthodox oder fundamentalistisch nennt. Fakt ist, dass angeblich religiöse Verhüllungspflichten von Männern dazu benutzt werden Frauen ihrer Freiheit und Gleichheit zu berauben, und genau das muss abgestellt werden. Es ist mir auch gleich ob Sie persönlich muslimisch, jüdisch oder einfach nur grün-links verblendet sind.