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Montag, 11. Juli 2016

Am 17.7.16 mit JA für die Renaturierung im Steinbruch stimmen



Die Resonanz an Leserbriefen in der Bietigheimer Zeitung läßt eindeutig darauf schließen, dass kein Mensch in dieser Stadt den Biomüll aus Karlsruhe im Steinbruch gären lassen will.

 

Für die Bürger in Karlsruhe hingegen steht offensichtlich schon fest, dass sie ab 2018 ihren Abfall nach Bietigheim abschieben, weil sie ihn zu Hause nicht haben wollen.
Prinzipiell sollte jede Gemeinde ihren eigenen Dreck bei sich selbst entsorgen. Jeder kehre vor seiner eigenen Tür!
Im Landkreis Ludwigsburg wurde jeder Haushalt, der keine Biotonne hat, angeschrieben, dass er künftig verpflichtet sei sich eine zuzulegen. Haushalte, die zwar eine solche haben, sie jedoch nicht an die Straße stellen, weil sie im Garten einen eigenen Komposter haben, wurden ebenfalls angeschrieben. "Big Brother is watching you!" Der Landkreis will das Biomüllaufkommen schon im Vorfeld erhöhen, um Strom damit zu produzieren. Dem Bürger wird somit klar gemacht, dass ihm sein eigener Abfall nicht gehört. Anstatt die Bürger zu unterstützen eigenen Kompost zu nutzen, wie das schon vor 20 Jahren in Tübingen üblich war. Damals wurden Schnellkompostierer kostenlos an Haushalte abgegeben. 
In anderen Städten kompostieren Leute sogar auf dem Balkon oder der Küche in speziellen Holzkisten. Zudem wäre es sinnvoll den Menschen zu erklären, wie sich Biomüll vermeiden läßt. Daran hat man in Bietigheim jedoch keinerlei Interesse. Die Leute sollen möglichst viel Biomüll der Stadt zur Nutzung überlassen.

Steinbruch Fink vom Enzufer gesehen

Der Umweltminister von BaWü Franz Untersteller mischt nun persönlich mit in der Bietigheimer Diskussion um unseren Biomüll, wie auch sein grüner Landtagskollege Daniel Renkonen, ebenso wie Kreisrat Peter-Michael Valet--- alle drei nicht in Bietigheim wohnhaft. So leicht ist das aber nicht andere Leute davon zu überzeugen sich den Müllgestank von 300 000 auswärtigen Menschen selbst direkt vor die gute Stube zu kippen. Der lachende Dritte ist der Nutznießer, in diesem Fall ein Konsortium von Energiejongleuren.
Der Bürger soll durch zwangsweise Biomüllanhäufung dafür sorgen, dass sich die Anlage lohnt für die, die Geld damit verdienen wollen. So war es schon bei der Einführung des Grünen Punktes". Der Bürger sollte dazu erzogen werden seine Joghurtbecher und Sardinenbüchsen mit Kosten- und Energieaufwand zu spülen, damit diejenigen, die daran verdienen, möglichst wenig Aufwand haben. " Oiner is immer der Arsch!" und das ist niemals der Kapitalist sondern immer der kleine Bürger.  

Sogenanntes Landschaftsschutzgebiet beim derzeitigen Häckselplatz in Bissingen

Wenn F. Untersteller keinerlei Garantien bezüglich der Biogasanlage abgeben kann, weshalb hat er dann kein Verständnis für die Kritik der Anwohner (zu denen er nicht gehört)? Er stellt, wie so einige andere auch, die Bürger als rücksichtlose Egomanen dar, die Gegner der Energiewende seien, bloß weil sie die dereinst geplante Renaturierung der geschundenen Natur einfordern. Es wird so getan als wenn Biogas die einzige Alternative zu Atomkraft und Kohle wäre. Warum nicht auf der Anhöhe zwischen Bietigheim und Sachsenheim ein paar Windräder aufstellen? Weit ab von Wohnbebauung stören sie niemanden. Bei einem Störfall funktionieren sie einfach nicht. Sie geben weder radio-aktive Strahlen noch Co2 noch Methangas frei. Mich stört, dass davon die Rede ist, Kritiker seien grundsätzlich unhöflich, unfair und respektlos. Mich stört, dass die Stadt behauptet der Häckselplatz müsse in den Steinbruch verlegt werden, weil in das angebliche Landschaftsschutzgebiet bis zu 1200 PKWs PRO TAG (was noch zu beweisen wäre) anfahren würden. Erwähnt wird unfairer Weise nicht, dass sich in unmittelbarer Nähe (weit und breit nur Feldwirtschaft und Wald) der große Wanderparkplatz und ein Ausflugslokal befindet. Die vielen PKWs, die dort hin fahren, werden das auch nach der Verlegung des Häckselplatzes tun. Dem Anwohner wird weiterhin Egoismus vorgeworfen, weil er es zulässt, dass der Biomüll aus Bietigheim in den Odenwald gefahren wird. Dieses Totschlagargument nervt biomäßig. Die Entfernung von Bietigheim in den Odenwald ist marginal größer als die von Karlsruhe nach Bietigheim. Im ersten Fall wird Abfall von 40 000 Einwohnern im zweiten Fall der von 300 000 Menschen durch die Gegend gefahren, abgesehen von dem des Landkreises Ludwigsburg, der in Zukunft auch in Bietigheim landet. Dieses Mehraufkommen von Verkehr wiegt die paar LKWs vom jetzigen Steinbruch nicht auf, wie immer behauptet. Überlegungen dazu, was geschehen soll, wenn der Biomüll aus Karlsruhe nicht bewältigt werden kann, wurden noch gar nicht angestellt. Wird der ganze Dreck dann erst mal auf dem Häckselplatz deponiert bis die Anlage vergrößert wird? Die Vertragspartner werden ihren Müll sicher nicht so lange selbst lagern. Was, wenn man feststellt, dass die Anlage überdimensioniert ist? Karrt man in diesem Fall den Biodreck von noch weiter her? Dass solch eine Anlage nicht ausdünstet ist schlicht gelogen. Bei ungünstigen Windverhältnissen muss man den Gestank der Biogasanlage von Sachsenheim auch in Bissingen ertragen. Im Sommer braucht man nur hinter einem Biomüll-Laster herzufahren, um diese Aussage zu widerlegen. Um noch einmal auf das Einsparen von privatem PKW- Verkehr zu kommen, muss ich Herrn Bernecker Recht geben. Jeder sollte ab und an mehr das Fahrrad satteln anstelle den Spritschlucker. Dabei sollte die Stadt wiederum daran denken, Bissingen nicht komplett von Bietigheim abzukoppeln, indem sie auf beiden Seiten der Enz die Radwege sperrt, wenn wieder mal Sport-Spiel-Spaß in Form von Triathlon oder anderen Veranstaltungen angesagt sind und viele Menschen von außerhalb anreisen. Diese Sportfans nutzen allesamt große Spritschlucker, und von Bissingen aus muss man zwangsläufig ebenfalls mit dem Auto fahren. Ist das sinnvoll? Im Übrigen kann sich Verwaltung und Gemeinderat in Remseck informieren, wie man einen Steinbruch renaturieren kann, ganz ohne Biogas und wer willens ist, erfährt im Netz, was passiert, wenn eine solche Anlage mal ein unbemerktes  Leck hat.  Ansonsten bliebe noch zu erwähnen: „Cherchez les profiteurs!“

Ehemalige Besserwisser-Lehrer machen sich darüber lustig, dass der Steinbruch Fink wohl nicht die Stadtmitte sei. Von Stadt kann wohl in diesem Fall überhaupt nicht die Rede sein. Trotzdem befindet sich dieser Steinbruch in unmittelbarer Nähe nicht nur zur Wohnbebauung sondern auch an der Enz und somit im Wasserschutzgebiet. Was aus dem Steinbruch durchsickert, landet direkt im Gewässer. Das kann der ehemalige Lehrer vielleicht nicht wissen, wo dieser noch nicht einmal in Bietigheim lebt.

Manche fallen auf die fadenscheinigen Argumente der Stadt herein. Es würden schließlich 2500 Neubauten mit der künftigen Biomüllenergie versorgt, was erstens noch nicht bewiesen ist und zweitens auch nicht aus "Grüngut" hergestellt wird wie in einem Kindermärchen. Am schönsten wäre ja Energie aus duftenden Rosenblättern! Dieser Herr möchte mal bitte in eine Biotonne, die 2 Wochen in sommerlicher Hitze an der Straße steht, hineinriechen. Wenn solcher Müll von 300 000 Karlsruhern mit LKWs nach Bietigheim befördet wird, wofür zusätzlich Benzin benötigt wird, weiß ich nicht, was daran gut sein soll?! In Karlsruhe hat man beschlossen den Biomüll nicht mehr selbst zu verwerten, weil sich das nicht rechnet. Also ab damit aufs Land, wo die Kasper noch nichts verstanden haben.

Eigener Kompost im Garten und Müll vermeiden ist die Lösung!! Dann braucht man auch keine Energie aufwenden um Müll von A nach B zu transportieren.  Das ist leider nicht gewollt. Massig Müll bringt massig Knete!

Ich bin jedoch ziemlich sicher, selbst wenn die Abstimmung gegen die Biogasvergärung im Steinbruch ausgeht, wird die Stadt hernach die Anlage trotzdem bauen, weil dann behauptet wird, man käme aus den Verträgen nicht mehr raus. Das wird auch der Grund sein, weshalb man schon nach der Unterschriftensammlung noch eine Bürgerabstimmung mit immensem Kostenaufwand betreibt, einschließlich Broschüre und Werbeatelier.  Das hätte man sich nämlich sparen können, wenn man nicht von vornherein geplant hätte die Anlage auf Teufel komm raus, zu bauen.   

Montag, 4. Juli 2016

Bürgerentscheid über den Bebauungsplan Nachnutzung Steinbruch Bietigheim-Bissingen

Am 17.7.16

Jede Stimme zählt! Hingehen "JA" ankreuzen!!

Die Stadt Bietigheim-Bissingen muss aufgrund der Unterschriftensammlung der Bürgerinitiative "Weder Bio  noch Gut" eine Bürgerbefragung durchführen. 
Bei der Fragestellung bedient sie sich desselben Tricks, wie man es in Stuttgart bei der Befragung um S21 getan hat. Man nimmt an, dass die Befürworter weniger zur Wahlurne gehen und stellt die Frage derart missverständlich, dass diese bei Menschen, die sich intelektuell weniger mit dem Thema beschäftigen, die Frage nach dem JA oder NEIN falsch aufgefasst werden soll. 
Wer also gegen eine Biogutvergärungsanlage unmittelbar vor seiner Haustüre ist, muss unbegingt mit JA stimmen. Hier soll der Bürger eindeutig hinters Licht geführt werden. Nennt man das Demokratie in Bietigheim-Bissingen?
Es verwundert mich, dass in der Informationsbroschüre tatsächlich die Gegenargumente aufgeführt werden durften!! Allerdings natürlich die (richtige) Meinung der Stadt an erster Stelle. Viele sollen auf den ersten Blick überzeugt werden und keine Lust auf noch mehr Text verspüren!

Die Stadt führt an, dass ein Grund für die Biobombe sei, eine solche Biogutvergäranlage müsse partout im Landkreis gebaut werden und aus diesem Grunde selbstverständlich nirgendwo sonst außer ausgerechnet in Bietigheim-Bissingen. Weshalb nicht woanders, wenn es ein Gelände dieser Größe hier nur in unmittelbarer Nähe von Wohnbebauung gibt?
Ferner heißt es die Mitwirkungsbereitschaft der Kommune müsse gegeben sein! Oha! Welche Personen in Bietigheim-Bissingen sind denn zu dieser Mitwirkung bereit, wo sie in anderen Gemeinden offensichtlich nicht dazu bereit sind, und weshalb ist dies so??
Angeblich sind im Steinbruch Fink die Vorgaben nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz einhaltbar! Genau dies wage ich schwer zu bezweifeln!
Kommen wir nun zur Zuschussfähigkeit nach dem erneuerbaren-Energien-Gesetz. Hier liegt wohl des Pudels Kern. Vermutlich hat OB Kessing bei dem Begriff "Zuschuss" sofort Moneten klingeln hören und beschlossen, dass ihm die Belange der Bevölkerung schnurz sind, hauptsache "Kohle"

Wanderparkplatz beim Häckselplatz wird gerne auch als Hundeklo benutzt. Ist das etwa Naturschutz?


Ferner wird behauptet, dass der Häckselplatz vom südlichen Ortsrand Bissingen dringend auch auf das Steinbruchgelände verlegt werden müsse, weil dieser angeblich am Rande eines Naturschutzgebietes liege und dort zum Häckselplatz angeblich täglich 300-400 Fahrzeuge, an Wochenenden 600, zu Spitzenzeiten sogar 1200 Fahrzeuge anführen. Diese Behauptung würde ich ins Reich der Märchen einordnen. Sind hier die Fahrzeuge zum Wanderparkplatz oder die Zufahrer zur Gärtnerei oder zum Ausflugslokal Schellenhof mitgezählt worden? Die würden nach einer Verlegung des Häckselplatzes weiterhin dort anfahren, oder hat man gar bereits ab der Ampel unweit der Baumschule alle Fahrzeuge, die nach Bissingen abbiegen mitgezählt? Mit welchen abstrusen Lügen soll hier die Bevölkerung beschissen werden?

Felder in unmittelbarer Nähe zum Häckselplatz Bissingen. Ist das etwa ein Naturschutzgebiet?

Ferner wird als Argument für die Anlage angeführt, dass die Frischluftschneise zwischen Sachsenheim und Bietigheim ja schließlich seit 100 Jahren von der Familie Fink ruiniert wird, und deshalb darf die Stadt nun gerade so weiter machen, weil es jetzt eh schon egal ist?!
 Im Rathaus von Bietigheim-Bissingen wird gelogen, dass sich die Balken biegen!
Und bitteschön: " Was soll das Foto mit den Mitgliedern des gewählten Gemeinderates aussagen?"
Soll das bedeuten: "Ihr habt diese Leute schließlich gewählt. Also stimmt gefälligst für das, was diese Leute wollen! Die wissen besser, was für Euch gut ist, als Ihr selbst?"
Sorry, aber das Volk weiß selbst, was es will, und eine Biogutvergärungsanlage im Steinbruch Fink gehört nicht dazu. 
Nicht schon wieder allen Dreck der Stadt nach Bissingen abwälzen.

Liebe Mitbürger  von Bietigheim, bitte zeigt Euch solidarisch mit den Anwohnern der Kreuzäcker und Bissingens und stimmt gegen Lärm, Gestank, überhöhtes Verkehrsaufkommen, sinkende Immobilienpreise und Volksverdummungsversuche durch Stadtverwaltung, OB und Gemeinderat, und macht Euer Kreuz bei JA, weil Ihr gegen eine Stinkbombe und für die Renaturierung im Steinbruch seid!! 
http://wort-woche.blogspot.de/2016_05_01_archive.html 
http://rv-stuttgart.bund-bawue.de/bund-gruppen/kreis-ludwigsburg/og-bietigheim-bissingen 
http://www.frankshalbwissen.de/2013/11/13/faktensammlung-biogasanlagen/ 
http://www.achgut.com/artikel/biogas_und_landschafts_vermaisung_weitere_folgen/ 
http://www.br.de/themen/wissen/dossier-energiealternativen-biogas100.html 
http://wort-woche.blogspot.de/2016/07/am-17716-mit-ja-fur-die-renaturierung.html 

Ein Naturschützer klagt an:
"…In der Bundesrepublik haben wir zwischen 40 und 60 Störfälle pro Jahr. Die reichen von kleinen Schwächen bei der Auslösung der Alarmeinrichtung, über Risse in Leitungen, wo dann Methan austritt, bis hin zu Unfällen, wie kürzlich in Nordniedersachsen einer passiert ist. Bei dem Vorfall ist ein Flusssystem auf rund zehn Kilometern Länge, die „Veerse“, erstickt worden…" 
http://www.achgut.com/artikel/biogasanlagen_noch_mehr_stoerfaelle/ 
http://www.planet-wissen.de/gesellschaft/lebensmittel/mais_ein_korn_fuer_alle_faelle/pwiemaisindeutschlandvomexotenzurallzweckpflanze100.html 
http://www.landeszeitung.de/blog/lokales/227201-gewaesser-durch-biogas-anlage-suedergellersen-verunreinigt 
http://www.shz.de/lokales/husumer-nachrichten/notfall-in-biogasanlage-id9411006.html 


Unangenehm: Geruchsbelästigung und hohe Kosten

Ein Nachteil von Biogas-Anlagen ist, dass sie verhältnismäßig hohe Investitionen voraussetzen. Darüber hinaus ist die Komplexität solcher Anlagen nicht zu unterschätzen. Während des Vergärungsprozesses entstehen Gase, die bei unzureichenden Sicherheitsvorkehrungen gefährliche Schäden anrichten können. Im Vergleich zu Erdgas steht Biogas jedoch nicht unter extrem hohem Druck. Dies verringert einerseits die Gefahr von Explosionen, macht aber andererseits eine Verdichtung des Biogases notwendig, wenn es in das Erdgasnetz eingespeist werden soll. Auch auf lange Sicht ist der umsichtige Betrieb von Gas-Anlagen zwingend notwendig. Energieträger von Bio- und Erdgas ist Methan, das mitverantwortlich ist für den Treibhauseffekt. Der Austritt dieses Gases ist somit dringend zu vermeiden. In Umgebung von Biogasanlagen hört man immer wieder Klagen über intensive Geruchsbelästigungen. Die Geruchsentwicklung einer Biogasanlage hängt dabei maßgeblich von den Einsatzstoffen, der baulichen Ausführung und ebenfalls von weiteren Bedingungen wie Windrichtung, Windhäufigkeit oder von der Umgebungs Vegetation ab.

http://www.weder-bio-noch-gut.de/

Immer wieder registrieren Wasserwirtschaftsämter Gewässerverunreinigungen durch Biogasanlagen. Das ganze Ausmaß ergibt sich aus der schriftlichen Anfrage eines Landtagsabgeordneten, die das Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz vor kurzem beantwortet hat. Demnach haben die Landratsämter zwischen 2004 und 2013 bayernweit 657 Gewässerverunreinigungen durch Biogasanlagen festgestellt. 
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/erding/landkreis-gefahr-fuer-baeche-und-fluesse-1.2420415 
https://www.kreiszeitung.de/lokales/niedersachsen/arbeitsunfall-beverstedt-explosion-biogasanlage-schleudert-mann-durch-luft-4832697.html 
   

Freitag, 13. Mai 2016

Biogutvergärungsanlage in Bietigheim-Bissingen noch nicht vom Tisch. Abstimmung am17.7.16

Bürgerwut gärt im Steinbruch von Bietigheim-Bissingen wegen Biogasanlage

Im Ludwigsburger Stadtanzeiger vom 4. Mai ist zu lesen, dass ein Investor seine Pläne dort schon aufgegeben habe. Man muss das Kind schon beim Namen nennen. Lediglich der  Steinbruchbetreiber Fink hat die Verwirklichung einer Baustoff-Recycling-Anlage aufgegeben, da er zurecht Gegenwind der Bürger erwartet. Die Planung einer Biogutvergärungsanlage von Seiten der Stadt ist wegen der Sturheit des Gemeinderates leider noch immer nicht vom Tisch. Fink will den Steinbruch bis 2017 aufgeben. Das Konsortium, welches sich große Einnahmen durch eine Biogasvergärungsanlage erhofft, denkt nicht an Rücksicht auf die Bevölkerung. Diese Anlage soll partout bis 2018 stehen, damit die Fördergelder fließen. Hierbei kann man sich nicht unnötig mit Gedanken an Bedenken von Anwohnern beschäftigen. 48 ooo Tonnen Abfall sollen pro Jahr verarbeitet werden, soll sich die Anlage lohnen. Weil die Stadt aber lediglich 22 000 Tonnen selbst erbringt, wird der Großteil per LKW angekarrt werden müssen, was logischerweise für Probleme mit Geruchs- und Lärmbelästigung einher geht. Ganz davon abgesehen, dass es weder ökonomisch noch ökologisch ist, stinkenden Müll per LKW durch das ganze Land zu fahren.
Für Verwunderung sorgt obendrein, dass man bereit ist, sich um die gesundheitliche Belastung durch Immision der Bewohner beider neuen Altenheime in der Bahnhofstraße oder der Kinder der Kitas in den Kreuzäckern zu sorgen, jedoch die Gesundheit der unmittelbar daneben lebenden Kinder und älteren (und jüngeren) Bürger der Stadt anscheinend vollkommen gleichgültig ist.  Gibt es für diese Menschen keine Immisionsschutzwerte?
Offensichtlich sind 27 Hektar vom Land zur Rekultivierung vorgesehen, von denen die Stadt nur 12 einhalten wird, wenn diese Gasbombe tatsächlich gebaut wird. Dafür müsste der Bebaungsplan geändert werden.
Wer sich genau ansieht, wer Teil dieses Konsortiums ist, dem ist auch klar, dass hier monitäre Belange von Firmen betroffen sind, die mit unserer Stadt und unseren Einwohnern nicht identisch sind.

Die Konsortium-Partner

Bioenergie Oberriexingen KG (BEO), Oberriexingen, als Betreiber von zwei Biogasanlagen
BEM Umweltservice GmbH, Ludwigsburg,
Stoffstrommanagement und Betreiber von Bioabfallbehandlungsanlagen

AWIPLAN-PPD GmbH, Filderstadt,
Objektplanung für die Biogutvergärungsanlage
KWB Kompostwerk Bauland GmbH & Co KG, Pfaffenhofen, als Betreiber von Kompostwerken
Stadtwerke Bietigheim-Bissingen (SWBB) als Betreiber von Biogas- und Klärgas- BHKW und einer Fernwärmeversorgung


All diese Firmen wollen auf Kosten unserer Gesundheit und Nerven noch mehr Kohle machen!!!!

Ich frage mich nur: "Welche Interessen haben Gemeinderatsmitglieder, gewählte Vertreter der Bürger,  sich an solch einem Ausverkauf zu beteiligen?

Am 17.7. 16 soll nun nach der geglückten Unterschriftensammlung, durch die bereits ersichtlich ist, dass die Einwohner gegen diese Anlage sind, unter der gesamten Einwohnerschaft abgestimmt werden.
 Der Gemeinderat Claus Stöckle hat dies offenbar begriffen. Nicht so Volker Müller von der SPD-Fraktion. Er positioniert sich ganz im Geiste seiner Partei erst mal gegen die Einwohnerschaft. Man lernt es ja in der großen Politik in Berlin, dass man Tatsachen nach Gutdünken auslegt. Noch mal zum Mitschreiben für Volker Müller:
Wenn 20% der Wahlberechtigten eine Petition gegen eine Anlage unterschrieben haben, heißt das noch lange nicht, dass 80% dafür sind.  Das gilt auch für Traute Theurer von der GAL. Nun hat man ja bereits von Stuttgart 21 gelernt, wie man in einer organisierten Abstimmung Fragen formuliert, dass die zur Abstimmung bereiten Bürger,  die vielleicht im Umgang mit Sprache oder vielmehr durch  Amtsdeutsch belastete Formulierungen nicht so gewieft sind,  die Frage möglichst falsch verstehen sollen und so quasi aus Versehen falsch abstimmen. Möglicherweise hat man ab einem bestimmten Alter nicht mehr so ganz den Überblick, was das "Volk" bewegt, nach dem Motto: "Ihr seid (bloß) das Volk, aber ich bin Volker!"
Hier sei für alle Gegner dieser Biogutvergärungsanlage (An welcher sich Menschen außerhalb der Stadt bereichern wollen)  eindeutig gesagt:

Wer gegen Biomüll im Steinbruch ist, muss mit "JA" antworten!
   
 Bitte geht alle zur Abstimmung und stimmt mit "JA", weil Ihr gegen die Anlage und somit gegen die Änderung des Bebaungsplans seid, und laßt Euch nicht von Gemeinderäten an der Nase herumführen!

Merkwürdig ist auch, dass die "BIOGUTVERGÄRUNG BIETIGHEIM" bereits 3 Geschäftsführer finanziert, obwohl diese noch nicht einmal existiert. das wird sich nach der Abstimmung klären. 

Umweltschonend und unbedenklich ist die Betreibung einer Biogutvergärungsanlage nicht. 
Einzig sinnvoll ist die Renaturierumng der gechundenen Fläche und meinetwegen ein paar Windräder auf der Anhöhe. Die haben keine Immissionen und liefern echte grüne Energie.
 Dem gesamten Gemeinederat sei empfohlen eine Begehung des Remsecker Steinbruchs vorzunehmen. Dort kann man sehr gut lernen, wie eine Renaturierung funktioniert, wenn man mal die Spiegelung von Dollarzeichen in seinen Pupillen durch Realität ersetzt. Touristen, die kommen um sich im Gebiet eines wiederhergestellten Geländes zu erholen, werden auch Geld in der Stadt lassen, mit dem Fahrrad, auf angenehme Art!

Erholungsgebiet mit Schautafeln

 
Idyllische Natur im ehemaligen Steinbruch Remseck als Vorbild

Hat eventuell die Firma Dürr in Bietigheim die Finger mit im Spiel? Hier läßt sich doch trefflich Kapital  aus einer Gemeinde schlagen! Die Befindlichkeiten des niederen Volkes stören nur beim Kasse machen!

Der Dürr-Konzern zählt zu den weltweit führenden Maschinen- und Anlagenbauern. Produkte, Systeme und Services von Dürr ermöglichen hocheffiziente Fertigungsprozesse in unterschiedlichen Industrien. Rund 60% des Umsatzes entfallen auf das Geschäft mit Automobilherstellern und -zulieferern. Weitere Abnehmerbranchen sind zum Beispiel der Maschinenbau, die Chemie- und Pharmaindustrie und - seit der Übernahme der HOMAG Group AG im Oktober 2014 - die holzbearbeitende Industrie. 

 Die Tochtergesellschaft Dürr Cyplan bietet mit ihrer ORC-Technologie Betreibern wärmetechnischer Anlagen wirtschaftliche Lösungen zur Steigerung der Energieeffizienz von Biogasanlagen, Blockheizkraftwerken oder industriellen Prozessen an.

 Dürr verfügt über 92 Standorte in 28 Ländern. Im Jahr 2015 erzielte der Konzern mit knapp 15.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 3,77 Mrd. €. Der Konzern agiert mit fünf Divisions am Markt:
http://www.durr-cleantechnology.com/de/news-events/fachpressefachartikel/detail/effizienzsteigerung-durch-abwaermeverstromung-mit-orc-anlage-von-duerr-cyplan/ 

 Man bekommt allmählich das Gefühl, dass sich in dieser Stadt alles nur um das Wohlergehen großer Firmen und Konzerne dreht. Die Interessen der Einwohner sind dabei marginal. Dabei sollte nicht nur der Gemeinderat sondern auch der Bürgermeister geflissentlich beachten, dass sie von eben diesen Einwohnern nicht von Firmenzentralen gewählt werden!!


Hier kann man sich ein Faltblatt zur Renaturierung in Remseck herunter laden!